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Alchemie in den Franckeschen Stiftungen

Alchemie in den Franckeschen Stiftungen

Am Halleschen Waisenhaus gab es im 18. Jahrhundert zwei pharmazeutische Einrichtungen: die Waisenhaus-Apotheke und die Medikamenten-Expedition. In den Laboren letzterer wurden in großem Maßstab hauseigene Präparate produziert, die nicht nur in der Waisenhaus-Apotheke verkauft, sondern auch weltweit bis nach Indien und Nordamerika verschifft wurden.

Ein Labormodell aus der Modellsammlung der Kunst- und Naturalienkammer führt noch heute wichtige Voraussetzungen der alchemistischen Arbeit vor Augen, die auch für die Produktion von Arzneimitteln nach chemischen Verfahren grundlegend waren.Die Miniaturöfen des Modells stellen verschiedene Ofentypen aus Backsteinen, Lehm und Eisen dar. Unter ihnen befinden sich Destillieröfen mit Einsätzen für Sand- und Wasserbäder sowie ein sogenannter Windofen mit Schornstein. Mit unterschiedlichen Öfen konnte man verschiedene Hitzegrade erreichen. Brennmaterialien waren Holz oder Holzkohle.

Junge Alchemistin im Laboratorium, Frontispiz in: Marie Meurdrac: Die Mitleidende und Leichte Chemie […]. Frankfurt/Main: Zunner, Jung, 1712. Halle, Martin-Luther-Universität, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt: Pon IIr 73

Viele der hallischen Medikamente hatten alchemistische Herstellungsvorschriften. Ein Beispiel ist die berühmte Goldtinktur Essentia Dulcis. Mittels Destillation, Extraktion usw. erhielt man Präparate, die eine ›geistige‹ Wirkung im Körper entfalten sollten – im Gegensatz zur heute angenommenen rein materiellen Wirkung.

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